Amiga-Emulator


WinUAE, ein kostenloser Emulator, simuliert einen Amiga Computer unter der Windows-Umgebung. Damit lassen sich unter anderem Amiga Demos und Spiele auf einem Windows-PC starten. Damit man jedoch in den Genuss der Amiga-Nostalgie kommen, muss man sich ein gültiges Kickstart-ROM besorgen.

Das Kickstart-ROM gibt's zusammen mit vielen nützlichen Tools auf der Amiga Forever CD, oder mit etwas Geduld durch Google-Suchen auch kostenlos. Legal ist dies dann allerdings nicht, da auf den ROMs ein Copyright von COMMODORE besteht, weswegen ich die ROMs hier auch nicht anbiete.

Wer noch Hardware besitzt, kann aber auch legal das ROM auslesen und auf den PC übertragen. Das Tool zum auslesen (transrom) liegt WinUAE bei. Allerdings muss ja das ROM dann auch zum PC übertragen werden und da der PC keine Amiga Disketten lesen kann, müssen auf Amiga Seite PC-Disketten beschrieben werden können. (z.B. mit CrossDOS).

Wesentlich bequemer geht es mit dem Programm AmigaExplorer, dass auf der AmigaForever CD zu finden ist, aber auch getrennt erworben werden kann. Damit lässt sich dann über Ethernet oder seriellem Nullmodem-Kabel sowohl das ROM, als auch alle Festplatten und Disketten in HDF (Hard Disk File) und ADF (Amiga Disk File) Images auf den PC übertragen.

Dann kann es auch schon losgehen mit der Demo-Nostalgie! Die folgende Beschreibung basiert auf der Standard-Konfiguration und gilt für die Demos von der Anfangs- bis zur Blütezeit und haben bei mir zu den gewünschten Ergebnissen geführt. Die späteren Demos sind für andere Hardware konzipiert und benötigen daher leicht andere Einstellungen. Dazu später mehr ...

  1. In der Registerkarte "ROM" unter "ROM File" den Pfad zum Kickstart Image angeben
  2. Prozessor in Registerkarte "CPU" auf "68000", "Match A500 speed" und "more compatible"
  3. Für manche Demos sind Einstellungen in Bereich "Chipset" wichtig. Nach meiner Erfahrung laufen die meisten Demos mit "ECS Agnus" und keinen Häkchen bei "Misc Chipset options". Kommt es zu Darstellungsfehlern, falscher Musikgeschwindigkeit oder Abstürzen, sollte zunächst an diesen Einstellungen getestet werden.
  4. Im Bereich "RAM" hat sich bei mir die Einstellung von 512Kb Chip, 1MB Fast und 512Kb Slow MEM für die meisten Demos bewährt.
  5. Da man auch etwas vom Demo sehen will, ist der Bereich Output sehr wichtig. Hier zunächst die Einstellungen für Fenster-Betrieb. Hier nutze ich 640x480 in 32bit mit "Default", V und H Centering und habe die Fenstergröße mit V-Sync auf 680x510 eingestellt und "Correct Aspect Ration" aktiviert. Als Line-Mode verwende ich "doubled". Im Bereich Filter hilft der "Null Filter" ebenfall zur Positionierung der Ausgabe. Dort nutze ich "-2" für die horizontale und "3" für die vertikale Position, um die Positionierung für meinen Analog-Ausgang zu optimieren.
  6. Diese Konfiguration zunächst im Bereich "Configurations" sichern. Dazu einen Dateinamen und Beschreibung eingeben und auf SAVE drücken.
  7. jetzt kann es losgehen und die erste Diskette unter "Floppies" eingelegt werden. Wer es eilig hat, kann auch die bei den meisten Demos die Floppy Geschwindigkeit auf "800%" oder "Turbo" stellen, einige wenige Demos kommen dann allerdings mit dem Timing durcheinander.
  8. nun geht's mit OK los ...

mit F12 kommt man jederzeit wieder zu dem Einstellungsdialog zurück und kann Änderungen vornehmen. Um neben dem Emulator parallel arbeiten zu können, kann mit ALT-TAB die Mouse "freigegeben" werden ...

Bei mir war der Ton nicht wirklich synchron zum Bild (lief weg), Hier hat bei mir das Spielen am Soundbuffer im Bereich "Sound" geholfen. Einfach ein Demo mit Equilizer suchen und mit etwas Geduld findet sich dann die richtige Einstellung für das jeweilige Gespann aus Sound und Grafikkarte ...

Jüngere Demos brauchen meist mehr Speicher und sind für neuere Prozessoren, Chipsätze und Kickstarts geschrieben. Daher müssen dann Einstellungen bei "Chipset" (z.B. AGA), "CPU", "RAM" und "ROM" entsprechend angepasst werden ...

Nun wünsche ich euch viel Spass .. :)

                Gresley